Vom heimischen Keller zum eigenen Label: Luca Luft, der 19-jährige Amberger Gründer hinter „Sportmafia“, hat Großes vor. Mit sportlicher Streetwear und cleverem Influencer-Marketing will er die Modewelt erobern.
Während andere noch überlegen, was sie beruflich machen wollen, baut Luca Luft schon an seiner eigenen Marke. Der 19-Jährige aus Amberg hat mit 17 „Sportmafia“ gegründet – eine Streetwear-Brand mit sportlichem Vibe.
Verkaufen wollte er schon als Kind: Muscheln aus dem Italienurlaub bot er mit seiner Cousine vor dem Wohnblock an. Später spielte er Eishockey beim ERSC Amberg, begann zu skaten und startete mit 15 eine Ausbildung bei der Luitpoldhütte. Doch die Idee vom eigenen Business ließ ihn nicht los.
Erste Schritte machte Luca mit dem Weiterverkauf von Markenkleidung über Vinted. Schnell war klar: Er will etwas Eigenes. Zusammen mit einem Freund entstand schließlich „Sportmafia“ – inklusive Website, Designs und allem, was dazugehört. Inspiration findet er auf Reisen oder in Social Media, gestaltet wird mit Grafikprogrammen und KI-Tools.
Rund 16.000 Euro hat Luca in zwei Jahren investiert – in Kollektionen, Stickmaschine, Kamera-Equipment und Material. Anfangs produzierte er in kleinen Stückzahlen, heute arbeitet er mit einer Manufaktur in Italien, weitere Teile kommen aus der Türkei. „Qualität entscheidet“, sagt er.
Der Verkauf läuft hauptsächlich online. Aktuell gehen etwa 15 bis 20 Teile pro Monat raus, vor allem Hoodies. Durch Influencer-Marketing erreicht die Marke Kunden auch außerhalb Ambergs. Im Februar war „Sportmafia“ außerdem im Pop-up-Store in der Innenstadt vertreten – mit rund 1300 Euro Umsatz allein in der ersten Woche.
Von der Selbstständigkeit leben kann Luca noch nicht. Etwa 2000 Euro im Monat müsste er dafür erwirtschaften. Weil er noch zuhause wohnt, kann er das Business aber weiter aufbauen. Ein eigenes Fotostudio im Keller gibt's schon. Sein Ziel ist klar: volle Selbstständigkeit. „Du musst dich reinhängen“, sagt Luca. Und genau das tut er.