Im April 2026 ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Amberg gestiegen, im Landkreis Amberg-Sulzbach dagegen gesunken. Insgesamt setze sich die Frühjahrsbelebung fort, meldet die Agentur.
Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Amberg zum Stichtag im April 2026 gestiegen. 1.431 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 28 Personen mehr (2,0 Prozent) als im März und 16 Personen (1,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,9 Prozent. Das teilte die Agentur für Arbeit mit.
Im Landkreis Amberg-Sulzbach ist die Arbeitslosigkeit hingegen im April 2026 gesunken. 2.184 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 78 Personen weniger (3,4 Prozent) als im März, aber 175 Personen oder 8,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie laut Agentur bei 3,3 Prozent.
„Die Frühjahrsbelebung setzt sich insgesamt am regionalen Arbeitsmarkt fort. Jedoch haben wir eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich überwiegend im Bereich der Grundsicherung zu verzeichnen. Dies ist durchaus nicht ungewöhnlich in städtischen Bezirken“, sagt der Geschäftsstellenleiter der Agenturen für Arbeit Amberg und Sulzbach-Rosenberg, Josef Hummel.
Im Geschäftsstellenbezirk Amberg-Sulzbach (Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach) wurden im April 270 Stellen neu gemeldet. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell im Dienstleistungssektor, im Handel, dem Bau- und verarbeitenden Gewerbe, der öffentliche Verwaltung, im Bereich Verkehr und Lagerei sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Aktuell befinden sich 1.308 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
„Erfreulich ist die Situation, dass mehr Stellen als im Vormonat und im Vorjahresmonat gemeldet wurden. Oft gelingt es allerdings nicht, Fachkraftstellen adäquat zu besetzen. Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter bietet deshalb Unterstützung bei der Suche nach Quereinsteigern, die anschließend im Betrieb angelernt und weiterqualifiziert werden können. Ihr persönlicher Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service berät in diesem Kontext auch zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten. Arbeitsstellen sollten daher mit dem Hinweis ,Quereinstieg möglich‘ bei der Agentur für Arbeit gemeldet werden“, empfiehlt der Arbeitsmarktexperte.
Bis April waren in der Stadt Amberg und im Landkreis insgesamt 577 Interessierte als Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet. Die regionalen Unternehmen haben bisher 1.266 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet. Das sind 18 Stellen weniger als vor einem Jahr. Aktuell suchen noch 257 Bewerberinnen und Bewerber aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden. Diesen rund 250 Interessierten stehen laut Agentur aktuell noch 632 Ausbildungs- und duale Studienplätze zur Verfügung. Rein rechnerisch kämen so 2,5 offene Ausbildungsstellen auf einen unversorgten Jugendlichen.
Die Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, der die Stadt Amberg sowie die Landkreise Amberg-Sulzbach, Cham und Schwandorf umfasst, ist im April 2026 gesunken. Insgesamt waren 9.208 Menschen arbeitslos gemeldet, 682 Personen weniger als im März, was einem Rückgang von 6,9 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr sind es jedoch 127 Personen mehr, was einem Anstieg von 1,4 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,7 Prozent, wie vor einem Jahr, jedoch 0,3 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau.
Aufgrund des gesunden Branchenmixes im Agenturbezirk Schwandorf machen sich weltwirtschaftliche Einflussfaktoren erfreulicherweise nicht so stark bemerkbar. „Die Frühjahrsbelebung setzt sich weiter fort. Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um knapp sieben Prozent gesunken, jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat in Zahlen leicht gestiegen. Die Quote bleibt auf dem Niveau vom April 2025. Dies ist angesichts der weltwirtschaftlichen Unsicherheit, der steigenden Energiepreise und auch im Vergleich mit anderen Regionen in Bayern immer noch positiv“, sagt Siegfried Bäumler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.
Im April wurden 936 Stellen neu gemeldet, 97 weniger als im Vormonat, aber genauso viele wie vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es im Dienstleistungssektor, im Bau- und verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Aktuell befinden sich 5 300 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur, auch hier exakt so viele wie vor einem Jahr.
Im Gesamtbereich der Agentur für Arbeit Schwandorf suchen noch 791 Bewerberinnen und Bewerber aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Diesen knapp 800 Interessierten stehen aktuell noch 2.223 Ausbildungs- und duale Studienplätze zur Verfügung. Rein rechnerisch kämen so 2,8 offene Ausbildungsstellen auf einen unversorgten Jugendlichen.