Bad Bunny heizt bei Deutschland-Shows in NRW ein | Amberg24

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„Muchas gracias, Düsseldorf!“ - der Sänger richtete während der Show immer wieder dankbare Worte an seine Fans. (Bild: Henning Kaiser/dpa)
„Muchas gracias, Düsseldorf!“ - der Sänger richtete während der Show immer wieder dankbare Worte an seine Fans. (Bild: Henning Kaiser/dpa)
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„Muchas gracias, Düsseldorf!“ - der Sänger richtete während der Show immer wieder dankbare Worte an seine Fans. (Bild: Henning Kaiser/dpa)

Bad Bunny heizt bei Deutschland-Shows in NRW ein

Ein Weltstar zu Besuch in Nordrhein-Westfalen: Bad Bunny begeistert seine Fans beim Halt in Deutschland mit zweieinhalb Stunden Party, guter Laune - und einem rosa Haus.

„Muchas gracias, Düsseldorf!“ - Bad Bunny hat auf seiner Welttournee einen Stopp in Nordrhein-Westfalen eingelegt. Bei sommerlichen Temperaturen begeisterte der Weltstar die Besucher der Merkur Spiel-Arena über zweieinhalb Stunden mit einem Mix aus Reggaeton, Latin Trap und Pop. Der 32-Jährige tourt seit November mit seinem aktuellen Album „DeBÍ TiRAR MáS FOToS“ (Deutsch: Ich hätte mehr Fotos machen sollen). Mit mehr als 100 Millionen monatlichen Hörern auf Spotify gehört Bad Bunny zu den bekanntesten Künstlern weltweit.

Bereits Stunden vor dem Einlass hielten sich laut Veranstalter Fans vor der Arena in Düsseldorf auf und warteten auf den Auftritt ihres Idols. Das ausverkaufte Konzert am Samstagabend bot eine aufwendige Produktion mit Pyrotechnik, Lasereffekten und einer Lichtshow. Das Publikum feuerte den Künstler, der mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio heißt, während der Show immer wieder mit dem Rufen seines Vornamens an. Bad Bunny bedankte sich mehrfach auf Spanisch für die ausgelassene Stimmung. 

Die „Casita“ und ein Hoch auf Puerto Rico 

Neben der Hauptbühne trat Bad Bunny auch in der sogenannten „Casita“ auf. Diese kleinere Bühne ist als rosa Häuschen gestaltet. Schon vor der Show wurden wenige Fans aus dem Publikum auserkoren, die dort gemeinsam mit dem Weltstar auf der Bühne tanzen durften und Teil der Inszenierung wurden.

Später wechselte Bad Bunny für seine Performance auf das Dach der „Casita“. Dort bekam das Publikum das zu sehen, wofür der Musiker mittlerweile auch bekannt ist: das sogenannte Dwerken, eine provokante Tanzbewegung. Der Begriff ist eine Schöpfung aus den Wörtern „dick“ (Englisch: Schwanz) und Twerken. Twerking ist der Tanzstil, der in gebeugter Haltung durch isolierte Hüftbewegungen den Po zum Vibrieren bringt. Dwerking wiederum ist das Vor- und Zurückbewegen, um den Penis zum Schwingen zu bringen. 

Zu den festen Elementen der Tour gehört außerdem die Auswahl eines Fans für den Start des Songs „VOY A LLeVARTE PA PR“ (Deutsch: Ich werde dich nach Puerto Rico mitnehmen). Dafür wählt Bad Bunny bei jeder Show eine Person aus dem Publikum aus, um die Eröffnungszeile mit einem Ausruf zu Ehren seiner Heimat Puerto Rico ins Mikrofon zu rufen. Die karibische Insel ist ein Außengebiet der USA. 

Künstler zieht politisch immer wieder klar Stellung 

In Bad Bunnys Musik spielen kulturelle Identität, Kolonialismus und Gentrifizierung eine große Rolle. Auch in seinen Shows und öffentlichen Statements vertritt er immer wieder seine Ansichten zu konkreten Themen wie der radikalen Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trumps Regierung. Aus Sorge vor Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE auf seinen Konzerten lässt Bad Bunny die USA auf der Welttournee als Stopp aus. 

In Düsseldorf war ursprünglich nur ein Termin geplant gewesen - wegen der hohen Nachfrage hängte Bad Bunny noch eine Zusatzshow für den heutigen Sonntag an.

© dpa-infocom, dpa:260621-930-256116/2

 
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