„Dönertalk”: Amberger OB-Kandidaten diskutieren Themen der Jugend | Amberg24

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Die Bürgermeisterkandidaten (von links) Michael Fritz (Freie Wähler), Franz Badura (ÖDP), Stefan Ott (CSU), Birgit Fruth (SPD), Hans-Jürgen Bumes (Liste Amberg/Bündnis 90/Die Grünen), Ayten Tuncer (Amberg Bunt) und Tobias Winter (Die Linke).  (Bild: Lukas Büchold)
Die Bürgermeisterkandidaten (von links) Michael Fritz (Freie Wähler), Franz Badura (ÖDP), Stefan Ott (CSU), Birgit Fruth (SPD), Hans-Jürgen Bumes (Liste Amberg/Bündnis 90/Die Grünen), Ayten Tuncer (Amberg Bunt) und Tobias Winter (Die Linke). (Bild: Lukas Büchold)
Die Bürgermeisterkandidaten (von links) Michael Fritz (Freie Wähler), Franz Badura (ÖDP), Stefan Ott (CSU), Birgit Fruth (SPD), Hans-Jürgen Bumes (Liste Amberg/Bündnis 90/Die Grünen), Ayten Tuncer (Amberg Bunt) und Tobias Winter (Die Linke). (Bild: Lukas Büchold)
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Die Bürgermeisterkandidaten (von links) Michael Fritz (Freie Wähler), Franz Badura (ÖDP), Stefan Ott (CSU), Birgit Fruth (SPD), Hans-Jürgen Bumes (Liste Amberg/Bündnis 90/Die Grünen), Ayten Tuncer (Amberg Bunt) und Tobias Winter (Die Linke). (Bild: Lukas Büchold)

„Dönertalk”: Amberger OB-Kandidaten diskutieren Themen der Jugend

Ambergs Oberbürgermeisterkandidaten diskutieren bei „Dönertalk” im JUZ Klärwerk über Themen wie Wohnungsnot, Jugendtreffpunkte und Mobilität. Ein Highlight: Döner für 3,50 Euro. Wie hat die Jugend abgestimmt?

„Dönertalk”. So hieß die Diskussionsrunde mit allen Amberger OB-Kandidaten, die der Stadtjugendring am Freitag, 21. Februar, im Jugendzentrum (JUZ) Klärwerk veranstaltet hat. Ein besonderes Highlight: Den Döner gabs für nur 3,50 Euro. Vor dem JUZ wurde eine Verkaufsbude aufgestellt, in dem der Verein für Bildung und Kultur Amberg die Speisen frisch zubereitete.

Der Andrang war groß, die Podiumsdiskussion wurde deshalb auf 18:15 Uhr verschoben. Der Dönerstand blieb auch nach der Diskussion geöffnet, um alle Besucherinnen und Besucher zu versorgen. Die 110 Gäste versammelten sich gegen 18:10 Uhr im Saal des JUZ, um der Diskussion zuzuhören.

Frage-Antwort wie auf Tiktok

Ab 18:15 Uhr begann die Podiumsdiskussion. Die Kandidaten stellten sich zunächst vor: Stefan Ott (CSU), Birgit Fruth (SPD), Michel Fritz (Freie Wähler), Hans-Jürgen Bumes (Liste Amberg/Bündnis 90/Die Grünen), Franz Badura (ÖDP), Ayten Tuncer (Amberg Bunt) und Tobias Winter (Die Linke). Anschließend beantworteten sie die Fragen des Publikums.

Die Diskussionsrunde war an das Prinzip eines TikTok-Videos angelehnt: schnelle Fragen, kurze Antworten und möglichst konkrete Aussagen. Die Einhaltung dieser Regeln wurde von Moderatorin Mirjam Dettling kontrolliert, die durch den Abend führte.

Drei große Themen

Die diskutierten Themen betrafen vor allem die jungen Amberger*innen. Zur Einführung in die einzelnen Bereiche wurden Videos mit Fragen eingespielt, die die Kandidaten bereits im Vorfeld beantwortet hatten. Anschließend hatten die jungen Menschen im Publikum die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen.

Zunächst ging es um das Thema Wohnen. Die Mietpreise in Amberg steigen laufend. Laut Tobias Winter gehört Amberg zu den Top-Ten der kreisfreien Städten mit den höchsten Mieten in Bayern. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, stellten die Kandidaten unterschiedliche Lösungsansätze vor. Bei nahezu allen spielte die Leopoldkaserne eine zentrale Rolle. Ob Studenten- und Azubiwohnheime oder – wie Birgit Fruth vorschlug – Absprachen mit lokalen Unternehmen, die beim Bau entsprechender Wohnprojekte eingebunden werden könnten: Die Vorschläge waren vielfältig.

Das zweite Thema des Abends waren Orte, an denen sich Jugendliche treffen können – auch konsumfrei. Einige Kandidaten verwiesen auf bestehende Angebote. Stefan Ott erklärte: „Wir bauen mit der Stadtteil-Million einige Soccergrounds für die Jugendlichen.“ Andere sprachen sich dafür aus, auch in der Innenstadt zusätzliche Treffpunkte zu schaffen, an denen sich junge Menschen mit Freunden begegnen und ungezwungen Zeit verbringen können.

Das dritte Thema war die Mobilität. Alle Kandidaten waren mit dem Auto zur Veranstaltung gekommen, keiner nutzte den öffentlichen Nahverkehr. „Es ist leichter, nach 22 Uhr von Amberg nach Regensburg zu kommen als von Amberg nach Freudenberg“, sagte Mirjam Dettling. Wie dieses Problem konkret gelöst werden soll, blieb offen. Einig waren sich jedoch alle Kandidaten darin, dass Handlungsbedarf besteht. Eine engere Taktung des ÖPNV oder On-Demand-Fahrten wurden als mögliche Maßnahmen genannt.

Die Jugendwahl

Alle anwesenden Personen unter 27 Jahren durften am Ende der Diskussion bei einer Jugendwahl ihre Stimme abgeben und symbolisch ihren Bürgermeister wählen. Dabei erhielt Stefan Ott (CSU) die meisten Stimmen und wurde zum „Bürgermeister der jungen Amberger*innen“ gewählt. Knapp dahinter landete Birgit Fruth (SPD).

 
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