Kirwa-Kira: Geldbeutel waschen in Raigering | Amberg24

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vor 3 Stunden
Beim Geldbeutelwaschen werden viele gewaschen. Auch Geldbeutel. (Bild: knz)
Beim Geldbeutelwaschen werden viele gewaschen. Auch Geldbeutel. (Bild: knz)
Beim Geldbeutelwaschen werden viele gewaschen. Auch Geldbeutel. (Bild: knz)
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Beim Geldbeutelwaschen werden viele gewaschen. Auch Geldbeutel. (Bild: knz)

Kirwa-Kira: Geldbeutel waschen in Raigering

Wenn die Kirwa vorbei ist, ist meistens auch das Geld vorbei. In Raigering macht man das gleich ordentlich und wäscht den Geldbeutel aus. Kirwa-Kira hat sich das für euch genauer angeschaut.

Eine Horde schniefender Jungs, vorneweg eine Zwei-Mann-Blaskapelle und ein Sautrog voller trübem Wasser: So wird in Raigering mit dem Geldbeutel waschen die Kirwa beendet. Am Kirwamontagabend, wenn wirklich alles gefeiert, gearbeitet und getrunken wurde, dann werden noch die Geldbeutel gewaschen.

Mit etwas Extra-Wartezeit treffen sich die Kirwaburschen dazu in einem Hof gegenüber vom „Sparta 300”, wo in Raigering traditionell die Kirwa gefeiert wird. Dort, am Kirwabaum, warten schon ihre Kirwamoila und einige Zuschauer*innen. Darauf, dass etwas passiert.

Kerzen und Taschentücher

Und das nicht umsonst. Als schließlich alle gerichtet sind – teilweise in weißen Umhängen, mit Kerzen oder Taschentüchern in der Hand – und die Kirwa-Neulinge den schwappenden Trog auf die Schultern gebracht haben, zieht die ganze Bagage feierlich ein auf die Tanzfläche um den Kirwabaum.

Romantisch ist es da schon, unter Lichterketten und mit ihren Kerzen. Ganz und gar nicht romantisch ist allerdings der Text, den der „Prediger” vorliest. Der neue Kirwa-Vorstand muss in den kommenden Minuten einiges an Kritik einstecken. Sogar das Publikum staunt, was hier alles angesprochen wird. Die Kirwaburschen heulen derweil in ihre Taschentücher, weil die Kirwa vorbei ist.

Wasser, Bier, Flüssigkeiten

Am Ende gibt es aber trotzdem einen Segen vom „Pfarrer”, und bevor man auch nur blinzeln kann, geht plötzlich das Chaos los. Die Kirwaburschen versuchen, sich gegenseitig in den Sautrog voll mit kaltem Wasser, Bier und noch anderen, undefinierten Flüssigkeiten zu werfen. Einer macht es ihnen einfach und springt gleich selbst rein.

Was dann noch fehlt, ist ein Abschlusstanz. Die trockenen Kirwamoila mit den nassen Kirwaburschen, das ist eben so Tradition. Irgendwie haben es auch noch einige Ledergeldbeutel in den Trog geschafft und bleiben da erstmal als Bodensediment liegen. Es ist ja schließlich Geldbeutelwaschen in Raigering.

 
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