Eine Seniorin in Amberg wurde Opfer eines Schockanrufs und übergab einem Betrüger mehrere tausend Euro. Die Polizei sucht Zeugen.
In Amberg ist eine Seniorin am Donnerstagnachmittag Opfer eines Betrugs geworden. Sie erhielt einen Anruf von einer Frau, die sich als Polizeibeamtin ausgab und behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen tödlichen Unfall verursacht. Um die Tochter aus der Haft zu befreien, sei eine Kaution von 40.000 Euro nötig. Ein angeblicher Staatsanwalt bestätigte die Forderung und setzte die Seniorin unter Druck. Schließlich übergab die Frau um 15.30 Uhr in der Hauerstraße einen niedrigen fünfstelligen Betrag an einen unbekannten Mann, der sich zu Fuß entfernte. Das teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz mit.
Der Abholer wird wie folgt beschrieben: etwa 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 Meter groß, mit dunklem Vollbart und sehr dunklen Augen. Er trug dunkle Oberbekleidung und Sportschuhe und sprach Hochdeutsch. Die Kriminalpolizei Amberg bittet Zeugen, die am 29. Januar zwischen 15 und 16 Uhr in der Hauerstraße oder Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 09621/8900 zu melden.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle als Beamte ausgeben, um ältere Menschen um ihr Geld zu bringen. Sie rät, bei solchen Anrufen aufzulegen und die Notrufnummer 110 zu wählen, um nachzufragen. Die Polizei fordert niemals telefonisch zur Übergabe von Geld auf.