Gleiche Schrift, ähnlicher Name. Wer in Sulzbach an der neu eröffneten „Herzogin“ vorbeigeht, weiß sofort: Da war Tim Biersack am Werk. Wieso der Sulzbacher jetzt auch noch ein Eiscafé betreibt.
Eigentlich hat Tim Biersack mit seiner Bar, dem Biergarten und den Snacker-Automaten in Sulzbach schon einiges um die Ohren. Deswegen hatte der Sulzbacher auch erst gar nicht geplant, zusätzlich noch ein Eiscafé zu eröffnen. „Wenn mir jemand vor einem halben Jahr gesagt hätte, dass ich dieses Jahr eine Eisdiele eröffne, hätte ich dem den Vogel gezeigt“, sagt Tim selber. Letztes Jahr sollte dann aber das Gebäude neben der Herzog-Bar nicht mehr weiter zum Eisverkauf verpachtet werden, sondern zu Wohnungen umgebaut werden. Das war Tim dann doch zu schade um die schöne Einrichtung. Also wurde nicht lang gefackelt, das Eiscafé wurde übernommen, der Innenraum auf den neuesten Stand gebracht und zack: Die Herzogin war geboren.
Der Name „Herzogin“ stand dabei schon von Anfang an fest und auch ein passendes Maskottchen ließ sich schnell finden. Die fünfjährige französische Bulldogge Heidi ist das Vorbild für das Logo der „Herzogin“. Die Idee hinter der „Herzogin“ war, nicht nur wieder ein weiteres Eiscafé zu eröffnen, sondern etwas Eigenes zu schaffen. Denn schon jetzt ist fest geplant, dass das Café das ganze Jahr über geöffnet bleibt und im Winter beispielsweise zu einer Vinothek oder Cocktailbar umfunktioniert wird. Auch ein Innenhof gehört noch zu dem Eiscafé dazu. Dieser wurde in den letzten Jahren allerdings stark vernachlässigt und muss deswegen aktuell noch restauriert werden. Im Winter plant Tim Biersack dort einen Glühgarten. Zusätzlich sollen noch weitere Brunches, wie der Muttertagsbrunch vor einigen Wochen, in Zukunft folgen. Der erste Test am Muttertag sei sehr gut angekommen, und die Reservierungen seien in wenigen Tagen ausgebucht gewesen.
Im Vergleich zum Herzog ist die Herzogin als ruhigere Schwester gedacht. Während in der Bar vor allem am Wochenende gerne mal Partylaune aufkommt, herrscht in der Herzogin eine chilligere Stimmung. Wer also beim Karaoke-Abend lieber fröhlich mitgrölen will, geht ins Herzog. Wer stattdessen lieber deepe Gespräche mit dem besten Freund oder der besten Freundin führen will, setzt sich in die Herzogin. In Zukunft soll man aber trotzdem auch vom Außenbereich des Herzogs aus ein Eis bestellen können, und zwar nicht nur am Nachmittag. Tim plant, die Herzogin bis spät abends geöffnet zu lassen, und erklärt: „Ich verstehe nicht, wieso normale Eisdielen schon immer so früh schließen. Gerade bei solchen Temperaturen geht auch mal um 22 Uhr noch ein Eis.“
Selbstgemacht ist das Eis in der Herzogin nicht. Die Sorten werden von einer Eismanufaktur aus Schwandorf geliefert, die das Eis mit regionalen Produkten herstellt. Da in der Herzogin der Platz für eine große Sortenauswahl fehlt, sollen die Standardsorten wie Erdbeere und Schokolade dauerhaft angeboten werden, und die spezielleren Sorten wie Snickers in Zukunft gelegentlich ausgetauscht. Mit der Kundenzahl ist Tim Biersack bis jetzt zufrieden. Viele Kunden, die schon gern die vorherige Eisdiele besucht haben, kommen jetzt zum Nachfolger. Genau wie in der Herzog-Bar treffen auch im Herzogin-Café Jung und Alt aufeinander. Für Tim eigentlich ganz klar, denn „mit einem Eis holt man eigentlich so gut wie jeden ab”.